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Wo Digitales physisch wird

Der Übergang vom digitalen Konzept zur physischen Skulptur erfordert präzise Prüfung. Um verschiedene Iterationen meiner strukturellen Werke zu testen, brauchte ich eine dynamische Simulation.

Während klassische Lentikular-Objekte die Prismen meist vollständig von der Basis bis zur Spitze einfärben, war meine Absicht, eine Version zu schaffen, bei der nur die äussersten Spitzen farbig sind und die rohe Geometrie sichtbar bleibt. Ich habe diese Simulation eigens gebaut, um die genaue Farbtiefe zu bestimmen, bevor der physische Fertigungs- und Lackierprozess beginnt.

Unten findest du den interaktiven Simulator aus meinem konzeptionellen Prozess. Er erlaubt es, die physische Logik des Werks zu erkunden — durch die Wahl unterschiedlicher Farbthemen, das Anpassen der räumlichen Rotation und, am wichtigsten, das Steuern der Farbauftragstiefe. Der eindrücklichste, kompromissloseste Effekt zeigt sich, wenn die Auftragstiefe vollständig bis zur Basis reicht.

Changing Perspectives

ivomeier.art | Simulation

Farbfrequenz

Schwarz & Weiss (harter Schnitt)

Räumliche Rotation

Linke Flanke Rechte Flanke

Auftragstiefe

Nur Spitze Bis zur Basis

Visuelle Resonanz

Changing Perspectives - materialisierte Skulptur von Ivo Meier

Die physische Manifestation

Die Simulation oben ist kein Selbstzweck, sondern der digitale Schmelztiegel für die physische Realität. Das fertige Werk überträgt diese prozessualen Entscheidungen in ein greifbares, geometrisches Relief, das sein Erscheinungsbild je nach Position im Raum physisch verändert — ein echtes lentikulares System, in die Realität gemeisselt.